Markus Dürrenberger arbeitet kontinuierlich an neuen Projekten, u.a. baut er auch sein Repertoire im Bereich Stummfilm-Begleitung stetig aus. Diese Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch, denn seine Kompositionen sind bis ins letzte Detail ausgefeilt. An der Vertonung von «Die Weber» hat Markus Dürrenberger über ein Jahr gearbeitet.   

Wir informieren Sie gerne an dieser Stelle, sobald ein neues Projekt bühnenreif wird.  

 

Vergangene Arbeiten mit Stummfilmen:      

 

2013: Live-Vertonung «Appenzeller Zeitzeugnisse im Bild»              

(im Auftrag des Kantons Appenzell-Ausserrhoden zum Kantonsjubiläum AR◦AI 500)

   

 

 

 

 

 

 

 

Markus Dürrenberger verfolgt seit Kindsbeinen die Vision, nicht einfach "nur" Pianist zu sein, sondern kreativer Multiinstrumentalist. Sein Reich sind das Akkordeon, die Tasten, das Schlagwerk, die Stimme sowie viele weitere Instrumente, Kinderspielzeuge und Alltagsgegenstände. Ganz nach dem Motto "alles ist Ton" erfindet er spannende (und manchmal auch amüsante) musikalische Anwendungen für Transportkisten, Wassergläser, Gegensprechanlagen, Wäscheleinen, Schreibmaschinen und manches mehr.... 

Dieser multiinstrumentalen Vision folgte Markus Dürrenberger auch bei der 45minütigen Vertonung von alten Super-8-Amateuraufnahmen, die er im Jahr 2013 im Auftrag des Kantons Appenzell-Ausserrhoden anlässlich des 500 jährigen Kantonsjubiläum (AR◦AI 500) komponierte und auf der Ledi-Jubiläums-Bühne in Gais AR uraufführte.

Währenddem auf der Leinwand die alten Aufnahmen z.B. aus dem europaweit bekannten Bädli Trogen zu sehen waren, plätscherte Dürrenberger live zu den Bildern mit den Füssen in einem Waschbecken, währenddem er gleichzeitig mit der einen Hand eine kleine Volksweise auf dem Klavier interpretierte und mit der anderen Hand mit einer Jahrmarkt-Kinderspielzeug-Pistole den Startschuss für den gleich darauf folgenden Leichtatletik-Wettlauf des Trogener Turnfestes gab.  

Genau diese Dinge sind es, die Dürrenbergers Filmvertonungen besonders auszeichnen: Das gleichzeitige Spielen mit Händen und Füssen, die Verschmelzung verschiedener Stile und musikalischer Einflüsse, das Integrieren von Geräuschen und Klängen in die Musik, das Übersetzen der Bilder in Töne und das Verstärken des Gesehenen und das Gestalten der Gefühlswelt des Zuschauers durch die Musik. Naturjodel in Einklang mit den melancholischen Klängen von Dürrenbergers Original-DDR-Akkordeon wechselten auf dem Gaiser Dorfplatz denn auch natlos über in mitreissende Klavierklänge kombiniert mit per Fuss gespieltem Schlagzeug, um kurz darauf von den Klängen eines Kinderkeyboards abgelöst zu werden, welches die vollbesetzte Jubiläumsbühne daran erinnerte, dass jeder Erwachsene auch einmal Kind gewesen ist.  

Zum Schluss (und angesichts der Zeitdokumente durchaus schlüssig) feierte Dürrenberger gemeinsam mit dem Publikum zu einem auf einem Loopgerät live eingespielten Reggea-Stück singend und tanzend das Leben. Die Ledi-BesucherInnen schunkelten fleissig mit, frei nach dem Text des Songs und dem Grundtenor des Films: "Hin und här und hin und här, s'Läbä isch liecht und mängisch schwär. Hin und här und här und hi, hin-und här und denn isch's vorbi."

Damit vermochte Markus Dürrenberger einen bunten und überraschenden Akzent im Jubiläumsprogramm zu setzen, der vom Publikum mit viel Applaus und Begeisterung quittiert wurde. 

"Verträumte Stimmung" (AZ Gais)

 

2011: «Sunrise - a song of two humans» (F.W. Murnau)

 

 

 

 

 

 

Derselben Vision von klanglicher Vielfalt - jedoch mit anderem Instrumentarium - folgte Markus Dürrenberger auch bei seiner ersten Stummfilm-Vertonung zu «Sunrise - a song of two humans» von F.W. Murnau, welche der Klangkünstler 2011 im Auftrag eines Veranstalters komponiert und aufgeführt hat. In allen Farben und Variationen untermalte Dürrenberger die Handlung des dramatischen Films. Klassische Elemente, Jazz und traditionelles Liedgut verbanden sich bei dieser Vertonung mit viel von Dürrenberger eigens für den Film komponierter Musik. Schrauben imitierten explodierende Feuerwerkskörper, Murmeln kreisten in Glasschalen, Spieldosen erklangen und alles wurde getragen vom ausdrucksstarken Piano- und Akkordeonspiel. 

Der Brückenschlag von altem Film zu den Menschen von heute gelang auch hier vortrefflich: Ein nostalgischer Augenschmaus gepaart mit einer spannenden Darbietung von Musik aus der Gegenwart resultierten in einem unvergesslichen Gesamterlebnis, das bei Künstler, Veranstalter und Publikum gleichermassen Begeisterung auslöste und Lust machte auf mehr.

Es waren denn auch die vielen positiven Feedbacks seitens des Publikums und der Veranstalter sowie die Entdeckung, dass diese Art von musikalischem Ausdruck ihm selbst sehr viel Spass machen, die Markus Dürrenberger im Jahr 2013 zum Entschluss bewogen haben, eine weitere Stummfilm-Vertonung («Die Weber») zu realisieren.    


Videokurzfassung zu «Sunrise»

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Hinweis: Das Demovideo ist stark komprimiert und deshalb in der Bildqualität eingeschränkt.  


Pressestimmen zu «Sunrise»

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"In der Hauptrolle spielt der Tonmeister" (Landbote)
"Trommeln, Klavier, Akkordeon" (ZUL)
"Alter Film mit neuen Tönen" (Aargauer Zeitung)
"Ein-Mann-Orchester auf zwei Quadratmetern" (Wynentaler Blatt)
"Filmmusik mit Akkordeon und Nägeln" (Basellandschaftliche Zeitung)
"Dramatischer Sonnenaufgang" (AZ Gais)